Über Karate

Wesentliche Bestandteile des Karates sind Schläge und Tritte. Es finden sich unter den ursprünglichen Techniken aber auch Wurftechniken und Elemente aus dem Ringen, die jedoch heute nur noch im Rahmen des Praktischen Karate trainiert werden.

 

Herzstück des traditionellen Karate ist die Kata, in der die frühen Meister ihr Wissen über die Kampfkunst in Form festgelegter Bewegungen und Techniken dokumentiert haben. Und auch heute gehört die Kata zu einem Hauptbestandteil des Trainings.

 

Das moderne (Sport-) Karate umfasst die drei Bereiche Kihon (Grundschule), Kata (Form) und Kumite (Partnerübung/ Kampf). Im Kihon werden die Karate-Techniken geübt, die in Kata und Kumite Anwendung finden. Während in der Kata komplexe Technikabläufe ohne Partner trainiert werden, bezieht sich Kumite auf Übungsformen mit dem Partner zum Erhalt und zur Verbesserung kämpferischer Fähigkeiten.

Über Praktisches Karate

Karate wurde als ziviles System zur Selbstverteidigung entwickelt. Daher beinhaltet die Karate Kata Techniken und Strategien zur Selbstverteidigung, die modernen Systemen in nichts nachstehen.

 

In einer gesonderten Trainingseinheit üben wir mit den Techniken aus den Karate-Katas die körperliche Auseinandersetzung im Selbstverteidigungsfall.

Es sind keine Vorkenntnisse im Karate erforderlich, da die Techniken im Selbstverteidigungskontext erarbeitet werden. Daher ist dies auch für Quer-/ Neueinsteiger geeignet.

 

Aufgrund des realitätsnahen Trainings ist die Teilnahme erst ab 12 Jahren möglich.

Über die Geschichte des Karate

Die Wurzeln des Karates reichen über 500 Jahre in die Vergangenheit. Geografisch liegt der Ursprung auf Okinawa, einer Inselgruppe, die sich zwischen China und Japan befindet und von beiden Nationen in ihrer Geschichte stark beinflusst wurde. Hier entwickelten sich waffenlosen Strategien, die in Kombination mit dem Stil des Chinesischen Boxens das Fundament des Karates bilden.

 

In den 1920er Jahren wurde die auf Okinawa inzwischen unter Tode bekannte Kampfkunst unter anderem von Gichin Funakoshi, dem Stilgründer des Shotokan Karate,  in Japan eingeführt. Dies war ein bedeutender Wendepunkt in der Karate-Geschichte.

Durch maßgebliche Einflüsse der japanischen Gesellschaft und durch den Umstand, dass Tode zuvor nur vom Lehrer direkt an seinen Schüler weitergegeben wurde, nun aber der Unterricht an Universitäten in größeren Gruppen von Studenten stattfand, wurde aus Tode das heutige Karate. 

 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Karate dem Westen vorgestellt. Durch Fernsehen, Filme und Kommerzialisierung explodierte es in seiner Popularität. Aus dieser Zeit resultiert, das Karate häufig als Synonym für alle östlichen Kampfkünste gleichgesetzt wird.